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Geboren 1956 in Limburg begann Christoph Prégardien seine musikalische Laufbahn
als Domsingknabe. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz
Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart,
sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.
Als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit arbeitet Christoph
Prégardien u. a. mit den Dirigenten Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt,
Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch und Thielemann zusammen. Zu
seinem Repertoire gehören die grossen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik
und Romantik, aber auch Werke des 17. (Monteverdi, Purcell, Schütz) und des 20.
Jahrhunderts (Britten, Killmayer, Rihm, Strawinsky).

Ganz besonders geschätzt ist Christoph Prégardien als Liedsänger. Eine
langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinen bevorzugten Klavierpartnern
Michael Gees und Andreas Staier. Regelmässig wird er zu Liederabenden nach
Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien,
Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika
eingeladen.
Oft wird Christoph Prégardien als Gastsolist von bedeutenden Orchestern
verpflichtet. So trat er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouworkest Amsterdam,
der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Philharmonia
Orchestra London, der Philharmonie de Radio France, dem Montréal, Boston, St.
Louis und dem San Francisco
Symphony Orchestra auf.
Ein wichtiger Teil seines Repertoires ist auf Tonträgern der grossen Labels BMG,
EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine Discographie ist
inzwischen auf mehr als 130 Titel angewachsen.
Christoph Prégardiens Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes ernten
begeisterte Zustimmung bei Publikum und Fachpresse und errangen internationale
Schallplattenpreise, z. B. Orphée d'Or der Académie du Disque Lyrique - Prix
Georg Solti, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Edison Award, Cannes
Classical Award und Diapason d'Or.
Bei
Hänssler Classics veröffentlichte Christoph Prégardien (mit Michael Gees am
Klavier) zuletzt zwei Produktionen: Im Jahre 2006 Eichendorff-Vertonungen von
Robert Schumann (Liederkreis Op. 39) und Hugo Wolf, und in 2007 eine CD mit
Liedern von Gustav Mahler.
Auf dem Gebiet der Oper hat Christoph Prégardien Fachrollen wie Tamino (Die
Zauberflöte), Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Fenton (Falstaff), Don Ottavio
(Don Giovanni) und Monteverdis Ulisse an großen europäischen Häusern gesungen.
Im Mai/Juni 2005 sang er die Titelrolle in „La Clemenza di Tito“ von W. A. Mozart
an der Opéra National de Paris unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Die
Wiederaufnahme dieser Produktion erfolgte im September 2006. Sie erschien vor
kurzem als DVD bei Opus Arte.
Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die
intensive und vielfältige pädagogische Arbeit. Von 2000 bis 2005 leitete er eine
Klasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Seit 2004 ist er
Professor an der Musikhochschule Köln.
In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe „Schott Master
Class“ stellt er erstmals Fragen der Gesangstechnik und Interpretation in Wort,
Bild und Ton vor. Filmbeispiele begleiten ihn in seinem Unterricht mit
Meisterschülern.
Mit dem niederländischen Label Challenge Classics beginnt eine neue langfristige
Zusammenarbeit. Als erste Produktion erscheint im Februar 2008 Schuberts „Die
Schöne Müllerin“ mit Michael Gees, im Herbst 2008 eine Aufnahme von Schuberts
„Schwanengesang“ mit Andreas Staier. |
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